Wenn ich es schaffe, etwas von meiner Zeit wegzustehlen, dann fahre ich am liebsten mit dem Motorrad.

Dieses Hobby besitze ich seit meiner Kindheit. (wurde mir schon in die Wiege gelegt)

Eine „kleine“ Historie dazu: Wird wohl eher ein Lebenslauf werden………

 Schon als Kind musste mir meine Mutter die ölverschmierten Hände schrubben, da ich meinem Vater nicht von der Seite wich, wenn er alte Autos aufbaute.

Da wir in früheren Jahren noch Landwirtschaft betrieben, war es ja ganz normal als kleiner Junge auf dem Traktor mitzufahren und natürlich auch selbst ein Stück zu fahren.

Im Alter von 10 Jahren bin ich mit dem SR 2 über Feld und Wiese gebraust.

Mit 13 durfte ich Jawa Mustang vom Patenonkel fahren. Nur die Jawa hat nicht lange gehalten.

Als ich 14 Jahre alt war kaufte mein Vater ein AWO- Dreirad mit Transportmulde für innerbetriebliche Transporte, welche ich mit Freude fuhr.

Der einmalige Viertaktklang ging mir nicht mehr aus dem Kopf, so das ich unbedingt mal selbst eine AWO haben wollte.—AWO unschlagbare Hämmer---

Mit 15 war ich offiziell im Straßenverkehr unterwegs. Das mit einem Simson S51.

In den Jahren 1985/86 oder 1984/85 ???bastelte ich an meinem ersten Eigenbau. Dieser bestand aus einem 175er Jawa-Rahmen, 150er ES-Motor, 18er Vorderrad, 16er Hinterrad , verlängerter Hinterradschwinge, RT – Tank und sonstigen Teilen, Endurobereifung, hochgezogenen Schutzblechen und umverlegten Geräuschdämpfer, welcher seinen Zweck aber nicht erfüllte.

 

Kurz um , es wurde eine Eigenbau- Moto-Cross- Maschine. Aus heutiger Sicht kann man nur darüber lachen… Ich bin trotzdem stolz darauf, denn heutzutage gibt es ja alles zu kaufen. Not machte damals halt erfinderisch.

In den Jahren 1986/87 kaufte ich mit meinen erspartem und mit Unterstützung meiner Eltern zahlreiche AWO –Teile. Der Traum eine eigene AWO zu haben rückte näher.

1987 fuhr ich als Sozius auf einer AWO zu meinem ersten AWO- Treffen nach Schleiz. Es war gigantisch und ich war zu Tränen gerührt, als in der Innenstadt aus allen Himmelsrichtungen die Klänge der Viertakter erklangen. Wenn ich jetzt noch daran denke bekomme ich Gänsehaut und wünsche mir eine Zeitreise dahin zurück.

1987/88 als viele meiner Kumpel in die Disco gingen, war ich bis tief in die Nacht hinein beschäftigt aus den Einzelteilen meine erste AWO aufzubauen. Manchmal auch am verzweifeln, da noch Kleinigkeiten fehlten, die man ja zu DDR-Zeiten nicht einfach so kaufen konnte. In Leipzig fand ich eine Werkstatt, welche Kurbelwellen regenerierte und Zylinder ausschliff. Kugellager mussten vom Trabant herhalten und,und,und.

 

Anfang 1988. Meine AWO stand auf Rädern und der Motor lief.

Juli 1988. Der Traum ging in Erfüllung. KTA- Bescheinigung und Zulassung. Die Straße gehörte mir.

Beziehungen zu Gleichgesinnten wurden nach und nach aufgebaut, welche teilweise heute noch Bestand haben. Es ging zu AWO- Treffen nach Schleiz, Brieselang, Magdeburg und sogar bis Rostock.

Herbst 1988 AWO- Club – Dorfchemnitz wurde aus der Taufe gehoben.

 

1989 kauf einer Touren-AWO, sowie vieler Ersatzteile.

1990 kauf einer MZ ETS 250 Geländesport

von 1992 bis 1996 wurde es etwas ruhig in Sachen Motorrad, da einige Motorradfreunde in den Westen gingen, andere auf neuen, schnelleren Maschinen unterwegs waren und ich mein Meisterstudium in Dresden aufgenommen hatte. Es wurden nur 2 bis 3 Treffen angefahren. Darunter jährlich das Wintertreffen auf Schloss Augustusburg. Dadurch ging der Kontakt zu anderen Bikern nicht ganz verloren.

 

1996 Kauf einer „ verbastelten“ Sport- AWO mit vielen Ersatzteilen.

2002 Kauf einer umgebauten Suzuki LS 650 Savage.

Ja. Erst 2002 konnte ich ein Westmotorrad mein Eigen nennen. Natürlich nicht originalbelassen. ….tief…. breit… schwarz…. laut.. lang.

Allerdings hielt es der Motor bei meiner Fahrweise nicht lange aus.

2003 wurde das Motorrad an meine ebenfalls motorradverrückte Schwester verkauft.

Der Drang nach einer größeren Maschine war nicht wegzukriegen.

Es folgte der Dampfhammer: Zusammengebaut aus AME- Teilen und bestückt mit einen modifizierten 1400 ccm Truden – Motor, welcher in seiner Klasse als einer der zuverlässigsten gilt. Ein Bike für Individualisten, welches es nur einmal gibt.

 

In den Folgejahren wurden Treffen bei Freunden angefahren, so zum Beispiel:

Lightning MC Vogtland, German Brothers MC Freiberg, Gremium MC Hof, AWO-Treffen Lunzenau, Meißner Bikepower, AWO –Club Skarabäus Elterlein, Motorradfreunde Rübenau…

Ich hoffe, auch dieses Jahr Zeit zu finden um möglichst viele Treffen anzufahren.

 

Und nun noch ein paar interessante Motorad-Links:

www.AWO425.de

www.bikermax.de

www.holzis-motorad-service.de

www.joschistraumdaecher.de